Kooperation im Ostseeraum sichtbar machen: EUCC-D bei den Ostseetagen
Gleich mit drei Projekten war EUCC-D vom 10.-19. Juni bei den MV-Ostseetagen 2026 vertreten, die die vielfältige Zusammenarbeit im Ostseeraum sichtbar machen und Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringen. Landesweit machten zahlreiche Veranstaltungen zu Ostseekooperationen rund um Meeresschutz und Kreislaufwirtschaft die nachhaltige Entwicklung sowie den gesellschaftlichen Austausch sichtbar.
Den Auftakt beim Eröffnungstag in Greifswald machte das Projekt EcoMarinas. Im Pavillon „Meeresschutz und Nachhaltigkeit“ stellte EUCC-D das Interreg South Baltic Projekt vor, das sich mit nachhaltigem Wassermanagement in Yachthäfen beschäftigt. Ziel des Projekts ist es, Umweltbelastungen durch die Freizeitschifffahrt zu reduzieren und praxisnahe Lösungen für ein nachhaltiges Hafenmanagement zu entwickeln. Dazu gehören u. a. Pilotmaßnahmen in Marinas sowie Werkzeuge und Ansätze zur Verbesserung des Umweltbewusstseins bei Hafenbetreibenden und verschiedenen Nutzergruppen. Bei der Veranstaltung in Greifswald stellte EUCC-D den Einsatz schwimmender Pflanzeninseln als naturbasierte Lösung in Yachthäfen vor. Schwimmende Pflanzeninseln können zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen, gleichzeitig Lebensräume für Fische und Vögel schaffen und zur Bewusstseinsbildung beitragen. Yachthäfen sind dabei nicht als isolierte Infrastrukturen zu betrachten, sondern als Bestandteil des marinen Ökosystems. Lösungen müssen länderübergreifend gedacht und erprobt werden.
In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde stellte EUCC-D zwei weitere Projekte in den Fokus der MV-Ostseetage. So konnten Interessierte in der Warnemünder IOW-Forschungsvilla aktuelle Forschungsfragen und Erkenntnisse rund um Seegraswiesen kennenlernen. Im Projekt SeaStore II arbeiten Forschende daran, die Wiederansiedlung von Seegraswiesen in der Ostsee voranzutreiben und das Bewusstsein für die ökologische Bedeutung dieser wertvollen Lebensräume zu stärken. In der Warnemünder Forschungsvilla bot ein kurzer Dokumentarfilm spannende Einblicke in die Wiederherstellung von Seegraswiesen und begleitete die Forschenden bei ihrer Arbeit – sowohl über als auch unter Wasser. Für die jüngsten Gäste gab es zudem ein kreatives Mitmachangebot: Mit viel Fantasie gestalteten und bastelten sie ihre eigenen Seegraswiesen mit ihren tierischen und pflanzlichen Bewohnern.
Sehr eindrucksvoll war zudem die neue Video-Reihe des ERASMUS+ Projekts Stories of the Sea, die gelebte Erfahrungen an der Küste sichtbar macht. In den Kurzfilmen kommen Menschen zu Wort, deren Alltag und Arbeit eng mit dem Meer verbunden sind – aus den Bereichen Fischerei, Tourismus, Naturschutz und lokalem Unternehmertum. Die Filme sind Teil eines Bildungskonzeptes, das Lehrkräfte dabei unterstützen will, Nachhaltigkeit auf verständliche und alltagsnahe Weise in die berufliche und kommunale Bildungsarbeit zu integrieren. So lassen sich die Videos sowohl im Unterricht als auch in der Gemeindearbeit einsetzen. Sie unterstützen sowohl bei der Sensibilisierung, indem sie zeigen, wie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte an der Küste ineinandergreifen, als auch bei Diskussionsprozessen, indem sie lokale Herausforderungen konkret beleuchten und globale Nachhaltigkeitsthemen mit dem Alltag der Menschen verbinden.
Die Stories of the Sea-Playlist ist auch auf YouTube verfügbar.



