Podcast Start in LIFE for Dunes PL
Ende März war es wieder so weit: Unter der Leitung von Prof. Dr. Irmgard Blindow befreiten Studierende der Universität Greifswald Teile der Hiddenseer Dünenheide von der Spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina). Diese invasive Pflanzenart wurde ursprünglich in den 1960er-Jahren zum Küstenschutz eingeführt. Im Gegensatz zur heimischen Traubenkirsche (P. padus) wird die Pflanze aufgrund von Bitterstoffen von Herbivoren wie Rehen gemieden. In Gebieten wie der Dünenheide kann sich die Spätblühende Traubenkirsche jedoch stark verbreiten, was durch ihr schnelles Wachstum begünstigt wird. Die resultierende Verbuschung bedroht das charakteristische Heidebiotop stark.
Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, führt der Verein „Hiddenseer Dünenheide e. V.” regelmäßig Pflegemaßnahmen durch. Dabei wird er unter anderem von Studierenden des Lamarck-Zirkels der Universität Greifswald unterstützt - einem Zusammenschluss junger Menschen mit Interesse an Naturkunde und Naturschutz.
Im Mittelpunkt des Wochenendes stand die Entfernung der Traubenkirsche mit dem „Root Slayer“, der die Pflanzen mitsamt ihrem Wurzelwerk beseitigt. Dabei ist entscheidend, dass alles von der Pflanze entfernt wird, da sie sonst durch Stock- oder Wurzelausschläge erneut austreibt. Die Arbeiten wurden durch die EUCC-D aktiv unterstützt und begleitet. Zudem führte EUCC-D für die im Rahmen des Projektes geplante Podcast-Reihe Interviews mit den Freiwilligen durch, machte Fotos und Videos und sammelte vielfältige O-Töne. Die erste Folge wird über den Pflegeeinsatz auf der Insel Hiddensee berichten und verschiedene Perspektiven der beteiligten Menschen aufzeigen.
Der Pflegeeinsatz vom 27. bis 29.03.2026 und die Kommunikationsmaßnahmen wurden im Rahmen des Projekts „LIFE for Dunes PL” gefördert. EUCC-D ist dabei zusammen mit dem Hiddenseer Dünenheide e. V. und der Universität Greifswald für die Aktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern zuständig.
Ziel des im Rahmen des LIFE-Programms geförderten Projekts ist der Schutz und die Renaturierung der Lebensräume der Küstendünen und die Durchführung wissenschaftlicher Forschung, die die Grundlagen für eine wirksame Bewirtschaftung der Ostseeküste schafft. Auf deutscher Seite wird das Projekt durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung/ BINGO! Die Umweltlotterie gefördert.
