Neue Impulse für BNE an Europas Küsten
Praxisnahe Erprobung der Trainingstools
Unter der Leitung der italienisches NGO Sineglossa arbeiteten die Partner in Kleingruppen daran, die entstehenden Methoden in der Praxis zu testen und ihre Anwendbarkeit für Fachkräfte in der beruflichen und gemeinschaftlichen Bildung zu prüfen. Die Übungen umfassten die beobachtungsbasierte Erkundung von Ökosystemen, erzählerische Ansätze sowie Methoden, die Lernende dazu anregten, mögliche Zukunftsszenarien für die Küsten zu entwickeln und zu visualisieren.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren äußerst wertvoll. Sie tragen dazu bei, dass das endgültige Toolkit praxisnah, flexibel einsetzbar und besonders für Lehrende ohne vertiefte Nachhaltigkeitsexpertise gut zugänglich sein wird.
Küstenwissen aus erster Hand
Neben der methodischen Arbeit bot das Treffen zahlreiche Gelegenheiten, die Küstenregion von Burgas, ihre Besonderheiten und die Menschen vor Ort kennenzulernen. Gemeinsam mit unserer Gastgeberin Radostina Tzenova von BBF besuchten die Projektpartner den Atanasovsko‑See, eines der salzreichsten Gewässer der Region und ein bedeutendes Ramsar‑Schutzgebiet. Auf dem Lehrpfad erhielten sie Einblicke in die einzigartige Ökologie des Sees und die laufenden Schutzmaßnahmen.
Ein weiterer Höhepunkt war das Gespräch mit Yanko Yankov vom Glarus Fishing Club, dessen Initiative "Art, Fish Food & Science" Kinder und junge Menschen mit mariner Kultur und Ernährungstraditionen verbindet.
Im Kultur- und Ausstellungszentrum im Fischerdorf Chengene Skele berichteten Georgi Dimov vom Kommunalmuseum für das Schwarze Meer sowie lokale Fischer über Traditionen, Wandel und die Bedeutung des Fischereierbes. Nikola Bobchev von der Initiative "Less Plastic" ergänzte die Eindrücke mit Perspektiven zur gemeinschaftsbasierten Bekämpfung von Meeresmüll.
Diese Begegnungen verdeutlichten erneut ein zentrales Prinzip des Projekts: Nachhaltigkeitsbildung muss auf gelebten Erfahrungen, lokalem Wissen und kultureller Identität aufbauen.
Die Story Library wächst weiter
Die in Burgas geführten Interviews werden in den kommenden Wochen in der "Stories of the Sea" – Story Library veröffentlicht. Die Sammlung bietet authentische Stimmen aus europäischen Küstenregionen und wird kontinuierlich erweitert.
Ausblick
Das Treffen in Burgas war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung des "Stories of the Sea"‑Toolkits und der begleitenden Trainingsmethodik, die Anfang 2027 veröffentlicht werden. Außerdem wird EUCC‑D die Abschlusskonferenz des Projekts 2027 in Rostock ausrichten und dort die Ergebnisse einem breiten Fachpublikum vorstellen.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter storiesofthesea.eucc-d.de.

